Wappen Ortsgemeinde Hottenbach

Ortsgemeinde Hottenbach im Hunsrück

15.03.2017

Freiwillige Feuerwehr: Alles im Eimer?

Feuerwehr sind wir alle!

Den Humor nicht verloren, war im Zusammenhang mit dem drohenden Aus der Hottenbacher Feuerwehr in der NZ zu lesen. Ortsbürgermeister Kreischer wurde mit den Worten zitiert: “Es sei ein Gerücht, er hätte 200 Löscheimer zur Verteilung an alle Haushalte bestellt“. Aber es sollte anders kommen.


Die Erste Beigeordnete der Ortsgemeinde Brigitte Röper, inspiriert durch das Dementi des Ortsbürgermeisters, begann im Internet zu recherchieren und wurde schnell fündig: Auf die Idee Löscheimer zu verteilen waren schon andere gekommen. Die Freiwillige Feuerwehr Vallstedt/Alvesse (Niedersachsen) hatte in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur eine Kampagne zur Rettung ihrer Feuerwehr konzipiert. In einer Nacht- und Nebelaktion hatte die Vallstedter Wehr 500 Löscheimer verteilt. Der Erfolg war beachtlich, 6 Neuzugänge konnten verzeichnet werden.


Bundesweit wurde diese Aktion zwischenzeitlich etliche Male mit vorzeigbarem Erfolg kopiert. Dies ermutigte eine eigens zur Rettung der Hottenbacher Wehr eingerichtete Arbeitsgruppe dem guten Beispiel zu folgen. Die Erlaubnis zur Nachahmung wurde eingeholt.


Mitglieder des Gemeinderates, unterstützt von einigen Feuerwehrleuten, haben 250 „Haushalts-Löschkübel“ im Ort verteilt. Den Löschkübeln beigefügt war ein Flyer (hier zu sehen)  mit Hinweisen zum Verhalten im Brandfall und einem aufrüttelnden Apell (hier zu sehen). Welche Konsequenzen es haben kann, wenn in einem Ort keine Feuerwehr mehr existiert, sollte deutlich gemacht werden.


In einem weiteren Schritt werden alle interessierten Hottenbacher zu einer Informationsveranstaltung am 24. März um 18:00 Uhr ins Gemeindehaus eingeladen. Dort werden von Führungskräften der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rhaunen Informationen zu Aufgaben, Ausstattung und Ausbildung der Wehren gegeben.

 

Die Zeit bis zu dieser Veranstaltung werden Mitglieder des Gemeinderates und der Feuerwehr nutzen, um Bürgerinnen und Bürger gezielt anzusprechen und für einen Eintritt in die Wehr werben.


„Nutzloser PR-Gag oder von Erfolg gekrönte Aktion? Das bleibt abzuwarten. Wir versuchen jedenfalls alles in unseren Möglichkeiten stehende um den Untergang der Ortswehr abzuwenden. Allerdings benötigen wir hierzu die Unterstützung unserer Bürger“, so Ortsbürgermeister Horst Kreischer.

 

Ratsmitglied Rudi Röper sieht auch die Politik gefordert. Ein Wehrführer erhält 30 Euro Aufwandsentschädigung im Monat, Übungsleiter und Trainer nicht selten ein Vielfaches davon. Darin drückt sich auch Wertschätzung aus. „In Sonntagsreden wird das Ehrenamt stets hoch gelobt, im Alltag aber oft nur gering beachtet, das kann demotivieren“, so Röper.


Röper bringt einen Gedanken ins Spiel um wenigstens die Wertschätzung und Unterstützung der Dorfgemeinschaft stärker zum Ausdruck zu bringen. Es gibt einen „Freundeskreis Feuerwehr“ in Hottenbach. Würden alle Hauseigentümer diesen Verein mit einem Monatsbeitrag von nur einem Euro unterstützen, käme schon ein stattlicher Betrag im Jahr zustande. Dieses Geld könnte beispielsweise als pauschalierter Auslagenersatz den Wehrleuten zur Verfügung gestellt werden.


Erste Reaktionen zu der ungewöhnlichen Aktion liegen vor: Es gibt bereits jetzt zwei Eintrittserklärungen. Ein Achtzigjähriger hat spontan seine Bereitschaft geäußert, die Wehr zu unterstützen. Das macht Hoffnung.


Der Arbeitsgruppe gehören neben Ortsbürgermeister Horst Kreischer, die Ratsmitglieder Rudi Röper, Reinhard Kolletzki und der stellvertretende Wehrführer Rüdiger Petry an.

 

 

 

Termine

So, 30. Apr. 2017 (19:00)

SVH: Hexennacht auf dem Dorfplatz

Mo, 01. Mai. 2017 (11:00)

SVH: Mai-Feier auf dem Dorfplatz

Do, 11. Mai. 2017 (14:30)

Sprechstunde Gemeindeschwester plus

alle Termine anzeigen >>