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Ortsgemeinde Hottenbach im Hunsrück

06.11.2019

Informationen zur Bestellung von Brennholz

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Brennholzinitiative für Fichtenholz

Als ältester Energieträger der Menschheit hat Brennholz schon immer eine besondere Bedeutung. Die Natur produziert ihn nachhaltig und ökologisch. Zusätzlich übernehmen unsere Wälder heute eine wichtige Funktion als Kohlenstoffsenke durch langfristige Bindung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Allerdings stellt die Witterung der letzten Zeit die Waldbesitzer vor große Herausforderungen. Dies veranlasst die Gemeinde in Bezug auf die Brennholzversorgung mit einem Informationsschreiben an Sie heranzutreten.

Der Heizwert ist ein wichtiger Parameter für die Bewertung des Energiegehaltes von Holz. Setzt man den Energiegehalt mit Heizöl in Vergleich, so enthält ein Raummeter Fichtenholz so viel Energie wie ca. 150 Liter Heizöl. Bei Buche sind es etwa 200 Liter Heizöl. Hartlaubholz ist durch seine größere Dichte schwerer. Nadelholz ist leichter, dadurch ist es aber einfacher zu manipulieren. Umgekehrt braucht man einen etwas größeren Lagerplatz für das Nadelholz und der Abbrand verläuft etwas schneller.

Wir alle tragen gemeinsam Verantwortung für Wald, Klima und Region. Daher möchten wir mit einer Initiative auf Sie zukommen:

Da die Gemeinde in der derzeitigen Situation vor allem den Absatz von Fichtenholz fördern möchten, wird Nadelbrennholz in der kommenden Saison zu besonders günstigen Konditionen für Hottenbacher Bürger bereitgestellt werden. Bei einem Preis von 10 € je Festmeter Fichte entspricht das Preisniveau, auf den Energiegehalt bezogen, von einem Heizölpreis von ca. 7 ct je Liter!

Ein weiterer wichtiger Faktor, der Ihnen wohlbekannt ist, ist die richtige Lagerung und Trocknung. Winddurchströmt und unter Dach kann es unter eine Holzfeuchte von 20 % abtrocknen und seinen vollen Heizwert entfalten. Im Verbrennungsprozess verdampfen zunächst leichtflüchtige Bestandteile und die Restfeuchte, dann zersetzt sich die Holzstruktur. Es wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie die Natur vorher in dem Holz gebunden hat. Eine besonders effiziente Verbrennung erreichen hierbei moderne Holzvergaseranlagen. Um die Energie des Holzes möglichst optimal auszunutzen, und um zusätzliche Umweltbelastungen wie beispielsweise durch Feinstaub zu minimieren, ist also auch eine gute Technik erforderlich. Bei optimaler Verbrennung entstehen sowohl beim Laubholz als auch beim Nadelholz nur sehr geringe Mengen Ruß. Auch der im Nadelholz enthaltene höhere Anteil von Harzen verbrennt dann fast rückstandslos.

Es ist Ihnen sicher auch bekannt, dass die Verwendung von Nadelholz als Brennholz im Schwarzwald und in der Alpenregion eine lange Tradition hat und dort nach wie vor ein geschätzter Wärmespender ist.

Wir hoffen, dass diese Initiative bei Ihnen auf Anerkennung stoßen wird und Sie von dem Angebot gerne Gebrauch machen werden.