Wappen Ortsgemeinde Hottenbach

Ortsgemeinde Hottenbach im Hunsrück

16.02.2016

Bericht über Sitzung des Ortsgemeinderates vom 11.02.2016

Auch nicht alltäglich: Zweieinhalb Stunden beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit einem einzigen Tagesordnungspunkt. Ratsmitglied Hans-Joachim Brusius hatte einen nicht weniger als 60 Punkte umfassenden Fragenkatalog zur Umsetzung des Dorferneuerungskonzeptes Ende 2015 angekündigt, und zur jetzigen Sitzung eingebracht. 2009 hatten 3 Arbeitskreise Ideen und Anregungen zur dörflichen Entwicklung im Rahmen der Dorfmoderation entwickelt.


Was ist aus diesen, in einer so genannten Maßnahmenübersicht zusammengefassten Punkten geworden, war das zentrale Anliegen des Fragestellers. Anhand einer von Ortsbürgermeister Horst Kreischer erstellten Beantwortung, die auch kritische Anmerkungen zu Teilen der Fragenstellung enthielt, wurde Punkt für Punkt des Fragenkataloges abgearbeitet. Die Schriftversion des Antwortkataloges lag den Ratsmitgliedern bereits eine Woche zur Einsicht vor.


Die wesentlichen Ergebnisse:
Neubürger sollen zukünftig durch einen Vertreter der Gemeindespitze besucht, auf die Angebote im Ort hingewiesen, und mit einem kleinen Geschenk willkommen geheißen werden. Die Errichtung einer Unterstellmöglichkeit an der Bushaltestelle beim Gasthaus Dahlheimer wird weiter verfolgt. Neue Maßnahmen um den Einwohnerrückgang zu stoppen werden aktuell nicht geplant. Der Förderantrag zur Realisierung eines Außenaufzuges am Gemeindehaus wird zurückgezogen. Hier soll im Benehmen mit der Kirchengemeinde, sie ist Eigentümerin des Gebäudes, nach neuen, weitergehenden Lösungen gesucht werden. Ein Wegbrechen der Versorgungsinfrastruktur, jüngstes Beispiel die Schließung der Volksbank Filiale, soll anlassbezogen verhindert werden. Auf einem guten Wege befindet sich, so Ortsbürgermeister Kreischer die Kindertagesstätte. Die Belegungszahlen haben sich erfreulich entwickelt und stabilisiert. Über weitere Angebotsverbesserungen wird zurzeit nachgedacht.

Eine Verbesserung der Verkehrssituation erwartet die Gemeinde durch ein Bündel von Maßnahmen: Hierzu gehört die Entschärfung des Gefahrenpunktes an der Einmündung der K 21 in die K 66, die Erneuerung der Bordsteine und des Straßenbelages im Bereich der Einmündung der Ringstraße in die K 66 und Änderungen an der K66 im Bereich des Ortseinganges aus Richtung Rhaunen. Kreisverwaltung und LBM sind mit der Umsetzung dieser Maßnahmen befasst.
Am Ebesbach soll das letzte verbliebene querschnitteinengende Rahmenbauwerk, es ist in einem maroden Zustand, zurückgebaut werden. Des Weiteren sollen die Möglichkeiten einer ökologischen Aufwertung des Baches abgeklärt werden.

Die Gemarkung Hottenbach wird von 2 Wanderwegen tangiert: Dem Stumm-Orgel-Weg und dem Stumm-Eisenhütten-Weg. Möglichkeiten einer besseren Anbindung des Ortes an den Stumm-Orgel-Weg sollen geprüft und gegebenenfalls realisiert werden. Eine Infotafel mit Daten zur Geschichte Hottenbachs, sowie eine vorhandene Natursteinstele, die an die ehemals jüdischen Bürger Hottenbachs erinnert, sollen auf dem Gemeindeplatz aufgestellt werden.

Die Themen: Familien-, Senioren- und Fremdenfreundlichkeit bleiben im Focus der Ortsgemeinde. Den Internetauftritt der Gemeinde neuesten technischen Entwicklungen anzupassen ist ebenfalls ein Thema. Ein kleiner Expertenkreis soll hier nach Optimierungsmöglichkeiten suchen.

Der Baufortschritt am Backhaus auf dem Dorfplatz sorgt immer wieder für Gesprächsstoff, vor allem bei jenen Bürgern, die bei diesem Projekt im Abseits stehen. So haben auch die Hottenbacher Karnevalisten diese Baustelle in diversen Beiträgen süffisant auf die Schippe genommen. Das ehrenamtliche Engagement ist ausbaufähig, neue Helfer hoch willkommen, so Ortsbürgermeister Kreischer. Es sind immer die gleichen Bürger die teils ein absolut beispielhaftes Engagement zeigen. Mit dem heranrückenden Frühjahr sollen die Restarbeiten entschlossen in Angriff genommen werden. Wer beim Endspurt mit anpacken möchte kann sich beim Ortsbürgermeister melden. Gesucht werden neben Helfern für Handreichungen bei den Dacharbeiten auch kreativ und handwerklich Begabte zur Erstellung der Außenanlage. Die Fertigstellung des Innenausbaues soll dem bewährten Helferteam vorbehalten sein.

Die übrigen Tagesordnungspunkte: Die Einleitung des Verfahrens zum Erlass einer Abrundungssatzung im Bereich der Gemarkung „Am Hahn“, dieses Thema hat den Rat schon in seiner vorausgegangenen Sitzung beschäftigt, war zügig erledigt. Ebenso die Entscheidung über die Annahme einer Spende der Kreissparkasse Birkenfeld in Höhe von 500 Euro für die Kindertagesstätte.

Termine

Do, 13. Dez. 2018 (19:30)

Sitzung Gemeinderat

Sa, 12. Jan. 2019 (15:30)

Kirweägel: Winterzauber 2019

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